Solidarität mit Kurdin im Kampf gegen die drohende Abschiebung in den Iran | Kundgebung: Donnerstag, 10.April | 16 Uhr | Jina-Mahsa-Amini-Platz (Platz vor der Stadthalle)
Die Ausländerbehörde Göttingen, das BAMF und das Verwaltungsgericht zeigen mal wieder ein Gesicht der Unmenschlichkeit im Umgang mit Geflüchteten, die seit Jahren mit Duldungsstatus hier leben, immer noch keinen gesicherten Aufenthalt erhalten und permanent von Abschiebung bedroht sind.
Nadia M. stellte 2017 einen völlig berechtigten Antrag auf Asyl: im Iran betätigte sie sich als aktive Menschenrechtlerin gegen das frauenfeindliche und kurd*innenfeindliche islamische Regime und ist Mitglied der kurdischen Organisation Komalah Partei. Nadias Mutter wurde oft wegen den Aktivitäten ihrer Tochter vom paramilitärischen Arm des islamischen Regimes im Iran bedroht.
Wir protestieren gegen die deutschen Behörden, die Nadia in ein Land abschieben wollen, das dafür bekannt ist, von einem frauenfeindlichen Regime regiert zu werden.
Wir protestieren gegen die deutschen Behörden, die Nadia in ein Land abschieben wollen, das jedes Jahr mehrere hundert Femizide begeht.
Seit dem 25.Januar 2024 treten jeden Dienstag mehrere hundert gefangene Frauen in iranischen Gefängnissen gemeinsam in den Hungerstreik, um ihre Solidarität mit weiteren von Hinrichtung bedrohten Gefangenen auszudrücken.
Der Ak Asyl Göttingen kritisiert die rassistische deutsche Migrationspolitik scharf, die Menschen permanent mit Abschiebung bedroht, sie aus ihren Leben reißt und sie in Armut, Folter oder Tod schickt. Es ist gerade einmal drei Jahre her, dass Millionen Menschen Europaweit ihre Solidarität mit den Protestierenden der „Jin Jyan Azadi“-Bewegung gezeigt haben .
Sogar manchen Politiker*innen haben ihre Solidarität mit der Bewegung erklärt.
Der Göttinger Kulturausschuß hat letztes Jahr den Platz an der Stadthalle nach Jina Mahsa Amini umbenannt. Dass dies nichts als eine leere Geste ist und daraus keine Soldarität seitens der Stadt Göttingen mit den Frauen im Iran folgt, zeigt sich nun deutlich!
Lasst uns gemeinsam mit Nadia gegen die menschenunwürdige Praxis der prekären unsicheren Aufenthalte und gegen tödliche Abschiebungen laut sein!
Kommt am 10. April um 16 Uhr zum Jina-Mahsa-Amini Platz.