Erinnern - Mahnen - Klagen - Menschenkette zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10.12.

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Hunderttausende Engagierte setzen sich in Deutschland ehrenamtlich für Flüchtlinge ein. Hundertausende Geflüchtete haben sich auf den Weg gemacht und sind derzeit dabei, in dieser Gesellschaft anzukommen. Viele haben sich aufeinander eingelassen und ganz praktisch angefangen, eine Antwort auf die Frage nach Menschlichkeit zu leben. Dies ist ein ungeheure gesellschaftliche  Kraft. Und es ist eine Antwort auf unerträgliche Bilder.

Inspiriert durch das bundesweite Bündnis 'welcome 2 stay' erinnern am Internationalen  Tag der Menschenrechte zahlreiche Göttinger Initiativen und Geflüchtete daran, dass allein in den letzten drei Jahren über 10.000 Menschen im Mittelmeer  durch die Bedingungen des europäischen Grenzregimes zu Tode gekommen sind. Jeder und jede einzelne eine Frage nach der grundlegenden menschlichen Würde.

Am 10. Dezember rufen wir dazu auf, diese fortdauernde Unerträglichkeit und die Politik der Abschottung anzuklagen. Und einzutreten für das Recht zu gehen, zu kommen und zu bleiben.Nichts davon ist einfach. Es gibt keine simplen Lösungen und mehr als nur eine Ursache. Aber klar feststellen läßt sich:  Die globalen Verhältnisse sozialer Ungleichheit setzen sich auch in dieser Gesellschaft fort. Die Kluft zwischen der Armut vieler und dem extremen Reichtum weniger wird größer. Eine Politik der Spaltung und Entrechtung gebietet dem nicht Einhalt. Mit Gegenentwürfen aus gesellschaftlicher Solidarität, Kreativität und miteinander Lernen haben wir schon mal angefangen. Dem aufkommenden Mainstream des nach-unten-Tretens wollen wir das Prinzip gleicher, umfassender sozialer und politischer Rechte entgegensetzen. Das Recht auf Bildung, Gesundheit, Wohnung, soziale Sicherheit und politische Teilhabe für alle Menschen, die hier leben, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Pass und ihrem Aufenthaltsstatus.Deshalb erklären wir an diesem Tag, dem 10. Dezember, mit Nachdruck, dass  - der andauernde zehntausendfache Tod an den europäischen Außengrenzen - Abschiebungen von Roma ins Elend in für sie unsichere Herkunftsländer und ihre rassistische Ausgrenzung - (längerfristig) menschenunwürdige Unterbringung wie in der Siekhöhe - Abschiebungen nach Afghanistan und in andere Krisengebiete - die Verweigerung der Familienzusammenführung - Willkür und Schikane auf Ämtern und Ausländerbehördenmit Menschenwürde und Menschenrechten nicht zu vereinbaren sind.

Kommt deshalb am 10.12. ab 12h zu unseren Aktionen in der Göttinger Fußgängerzone / Barfüßerstr. und ab 14h zu unserer Menschenkette für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben!V.i.S.d.P.: Stefan klingbeil. Den Aufruf unterstützen: AK Asyl Göttingen, Anti-Atom-Ini Gö, attac GÖ, Boat people project, Conquer Babel, IFAK, Initiative  Nonnenstieg, Initiative Vogtschule, Lampedusa Bündnis, Omzehn, Roma Center, Rote Hilfe, Umweltgewerkschaft

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